Naturheilpraxis Birgit Marita Jost Flensburg

"Heilungswege für Körper und Gefühle im sicheren Raum des Herzens"


CranioSacrale Therapie für Babys und Kleinkinder

"Der Zweck einer craniosacralen Behandlung besteht nicht darin, eine Struktur zu korrigieren, sondern es geht darum, das Umfeld für eine Veränderung bereitzustellen." (Rollin E. Becker)

Hier ein kleiner beeindruckender Film von einer Kinderbehandlung:


Babys und Kleinkinder mit CranioSacraler Therapie zu behandeln stellt oft eine Herausforderung dar, da sie sich oft nicht einfach still auf den Behandlungstisch legen.
In einem "Cranio-Sacral-Seminar Säuglinge und Kinder" (2008 und 2009) bei Joachim Lichtenberg habe ich gelernt, wie man liebevoll damit umgehen kann.
Joachim Lichtenberg behandelt zunächst die Eltern 5 - 7 Minuten vor. Zum einen erfahren dann die Eltern, mit welch leichter Berührung wir die Kinder anschließend berühren. Sie erleben dann am eigenen Körper, wie diese leichten Berührungen schon vieles bewegen können. Zum Anderen fällt es den Kindern leichter, sich vom Therapeuten berühren zu lassen, wenn sie es vorher bei den Eltern gesehen haben.
Weiter unten finden Sie einen Text, der den weiteren Behandlungsablauf beschreibt.



In einem 5tägigen Säuglings- und Kinder-Seminar Oktober 2009 bei Sarito Fuhrmann-Bailes habe ich weitere Einblicke und Fertigkeiten in der Arbeit mit Babys und Kleinkindern, sowie Kenntnisse zur Embryonalentwicklung, Schwangerschaft und Geburt erhalten.
Im Mai/Juni 2010 kam ein Kurs für "Traumalösung bei Babys und Kleinkindern" hinzu.
Aufbauend auf dem Verständnis und den Fertigkeiten des Säuglings- und Kinderkurses erhielt ich in diesem Seminar Einblick und Anregungen für die Erforschung und Arbeitsweise mit prä-, peri-, und postnatalem Stress und Trauma bei Neugeborenen & Säuglingen.
Die einzigartige Geschichte eines jeden Babys zeigt sich in der Stimmung und dem Wohlergehen, den Zellen, dem Gewebe/Flüssigkeitsfeld und im Nervensystem. Sie zeigt sich auch direkt beim Schlafen, Stillen und Essen, in der gesamten weiteren Entwicklung, der Beziehung zu den Eltern und der Fähigkeit emotionalen und physischen Kontakt erleben zu können.

Ziel ist es, in der Therapie mit Empathie und Präsenz einen geschützten Raum zu bieten, in dem das Baby und die Eltern neue Erfahrungen machen können.

"Jede Verzerrung am Muskelskelettsystem des Neugeborenen kann langanhaltende Probleme bringen. Die Dysfunktionen direkt nach der Geburt zu erkennen und zu behandeln, ist eine der wichtigsten Phasen der präventiven Medizin". (Viola Frymann)


In dem nachfolgenden Text sieht man, wie der Ablauf einer solchen Behandlungsstunde verlaufen kann: Vorbehandeln der Eltern/des Elternteils, Kontaktaufnahme zum Baby/Kleinkind, Erspüren der Möglichkeiten, das Kind/Baby in seinem Heilungsprozeß zu unerstützen.

Joachim Lichtenberg

hat ein wundervolles Geleitwort zu Daniel Agustoni's Buch "Cranio-Sacral-Therapie für Kinder" geschrieben, das einen wundervollen Einblick in die Kinder- und Säuglingsarbeit gibt:

"Als in der Mitte der Achtziger Jahre die ersten Craniosacraltherapiekurse in die Schweiz, nach Deutschland und Österreich kamen, war mit 'Craniosacral Therapy' von John Upledger nur ein einziges Buch zur Methode erhältlich. Das Pendant dazu, 'Osteopathy in the Cranial Field' von Harald I. Magoun hingegen, wurde damals nur an Osteopathen verkauft! In beiden Werken ist der Behandlung von Neugeborenen, Kleinkindern und älteren Kindern nur ein Kapitel gewidmet.

Was die praktische Umsetzung bei Kleinkindern betrifft, die sich nicht still hinlegen oder sogar schreien, gab es in der Fachliteratur wenig Hilfestellung. In Kursen wurde betont, dass - trotz des Schreiens - die Hände ruhig weiterbehandeln sollten und dass diese Lautäußerungen und das heftige Bewegen, die Korrekturen im Gewebe durchaus unterstützen würden.

’Was ist nun ein hilfreicher, lösender Griff und was wird eher zum Übergriff?' war für mich als Diplompsychologe und Körperpsychotherapeut damals die Frage. Die entsprechende Gratwanderung schien den erfahrenen und charisamatischen Ausbildern selbstverständlich zu gelingen. Für uns Schüler und Schülerinnen war diese Herausforderung anfänglich eine Überforderung. Und so war 'learning by doing' angesagt - ein langsames Vorarbeiten vom Erwachsenen zum Heranwachsenden, vom Grundschulkind zum Kindergartenkind und vom Kleinkind zum Baby.

Vor zwanzig Jahren durfte ich als Übersetzer dabei sein, als mein Lehrer William Martin Allen, ein Schüler von Viola Frymann, den neugeborenen Sohn eines guten Freundes in meiner Praxis behandelte. Die heilsame Wirkung der Craniosacraltherapie war uns schon vertraut, aber der fast selige Umschwung in der Stimmung des Säuglings ergriff uns alle.


Anfang der neunziger Jahren begann ich selbst zu unterrichten. Bezüglich der Kinderbehandlung beschränkte ich mich auf die Weitergabe von Grundsätzen. Doch wenige Jahre später überredete mich eine Schülerin, die Behandlung von Kindern zu demonstrieren.

Es half auch, dass 'La Thérapie cranio-sacrée chez l'Enfant' von Nicette Sergueef 1995 auf deutsch erschien, wodurch der Frymanns Ansatz auch einem breiteren Fachpublikum zugänglich gemacht wurde.

Die Zeit war reif und glücklicherweise durfte ich die geburtsbezogene Arbeit der Ärztin und Osteopathin Dr. Joelle-Aimée Kubisch kennenlernen und an einer dreijährigen Ausbildung William Emerson und Ray Castellino zur Therapie von vorgeburtlichen und geburtlichen Traumen teilnehmen.

Als die Nachfrage immer größer wurde, begann ich 1999 Kinderkurse mit jeweils vier Live-Demonstrationen zu geben. Und nachdem der Autor dieses Buches ein Jahr später anbot, diese für mich auch in Basel zu organisieren, kam es zu einer sehr erfreulichen Zusammenarbeit von uns beiden.

Um das Vertrauen des Kindes zu erarbeiten, ist es sinnvoll die Eltern kurz vorzubehandeln. Diese verstehen dann, dass mit sanfter, unscheinbarer Berührung, ein rascher Spannungsausgleich und ein tiefes Wohlgefühl möglich werden. Es gelingt ihnen danach auch viel leichter, entspannt und geduldig der Sitzung zu folgen.

Das osteopathische Ziel, einen Bewegungsverlust des Gewebes wieder in Beweglichkeit zu verwandeln, ist nachwievor gültig. Der herapeutische Umgang mit Säuglingen und anderen Kindern erfordert darüber hinaus eine besondere Art des Kommunizierens. Die anschaulichen und detailreichen Behandlungsbeispiele in diesem Buch regen zu einer produktiven Nachahmung an. Sie zeigen auch die Vorteile einer langsamen, achtsamen und behutsamen Begegnung auf, denn so kann eher wahrgenommen werden, wie Kinder über Blicke, Töne und Bewegungen, hre Bedürfnisse und Fähigkeiten mitteilen. Dies wiederum trägt wesentlich zu einer gemeinsamen, freiwilligen und damit gelingenden Arbeit bei.

Das Literaturverzeichnis dieses Buch belegt, dass der Mangel an ausführlicher Literatur zur Kinderbehandlung, in den letzten Jahren abgebaut wurde. Wie bei den anderen erfolgreichen Büchern von Daniel Agustoni zur Craniosacraltherapie, werden auch hier die Leserinnen und Leser die sorgfältige und fundierte Darstellung des Autors zu schätzen wissen. Es ist zudem sehr inspirierend mit welcher Klarheit
wesentliche, aktuelle Entwicklungen in diesem Buch dargestellt werden:
das Verarbeiten von Schock- und Traumafolgen,
die Dreigliederung des Autonomen Nervensystems,
die Forschungen zur Resilienz als einem Wiedererlangen von Gesundheit,
die therapeutische Bedeutung von sogenannten Geburtsspielen
und das Fördern einer liebevollen Bindung zwischen Kind und Eltern.
Wohltuend wird im Text erkennbar und spürbar, wie diese neuen Erkenntnisse produktiv mit der tatsächlichen, täglichen Praxis verbunden werden können.

Eine anregende Lektüre und
ein beherztes Umsetzen wünscht
Joachim Lichtenberg
Tübingen im Mai 2008"


Behandlung

Inspiration des Tages:
"KASTANIEN!"