Blog von Birgit Marita Jost
- mal ganz privat -




Kräuterbuschen am 15. August binden

Ein schöner Brauch ist es, am 15. August einen Kräuterbuschen zu binden. Dieser Brauch ist besonders in Süddeutschland noch lebendig. Dieser Tag ist dort ein Feiertag: Maria Himmelfahrt.

Zumeist Frauen, die sich mit Kräutern und der Natur verbunden fühlen, pflücken heilkräftige Wildkräuter. Im Mittelpunkt des Straußes steht eine Königskerze. Aber auch andere Heil- und Wildpflanzen kommen in den Strauß. Mancherorts wird dieser Strauß in der Kirche oder in einem eigenen Ritual gesegnet.

Dieser Strauß wird im Haus an einem besonderen Platz aufgehängt. Früher wie heute wird im Jahresverlauf aus diesem Strauß ein entsprechendes Kraut entnommen und zu Tee verarbeitet oder mit dem Kraut geräuchert. Dies geschieht zu besonderen Anlässen, z.B. bei Erkrankungen oder Unwetter.

Im vergangenen Jahr bin ich durch die Natur gewandert und habe achtsam Pflanzen gesammelt und mich gefreut, als ich eine große Gruppe Königskerzen fand, so dass ich 'guten Gewissens' mir dort eine mit in den Strauß nehmen konnte.

Diesen Strauß zu sammeln und ihn dann im Haus zu haben ist etwas ganz besonderes für mich.

Übrigens sind die 30 Tage nach Maria Himmelfahrt die sogenannten "Frauendreißiger". In dieser Zeit sollen die Kräuter ganz besonders heilkräftig und eine gute Zeit für das Sammeln der Heilkräuter sein.


Ver�ffentlicht am 09.08.2015 14:15 von Birgit Marita Jost  | ï¿½ Mr. Wong | ï¿½ yigg |  del.icio.us