Blog von Birgit Marita Jost
- mal ganz privat -




Josting-Inspiration 3.4. - 9.4.2011

Eine schlichte Meditationsanweisung

Vor kurzem habe ich mit dem "Buddha baden" eine Inspiration für eine Alltagsmeditation gegeben. Gerade las ich in dem Roman "Das tibetische Zimmer" von Ulli Olvedi eine schlichte, nachfühlbare Meditationsanweisung für eine stille Meditation:

"Gut hinsitzen", übersetzte Ani Tashi. "Rücken ganz stark, Brust ganz offen. Fühlen."

Ani Lhamo ruckelte und zupfte ein bisschen an ihrem Gewand, drapierte ihr Tuch ordentlich um sich und wurde dann breit und weich wie ein Teig, den man in der Wärme ziehen lässt. "Lippen locker, atmen, Körper und Geist zusammen", übersetzte Ani Tashi, "und nicht anstrengen." Ani Lhamo lächelte kurz und ließ dann ihre Gesichtszüge los, als öffne sich in ihrem Gesicht die Weite des Himmels. Und bald wurde es so still um Ani Lhamo, dass sich Charlies Gedanken immer langsamer bewegten. Das war schön, doch es hielt nie lang an.

Yongdu hatte gesagt: "Es sind nicht die Gedanken selbst, sondern es ist das Hängenbleiben an den Gedanken, das uns Probleme macht. Wir glauben unseren Gedanken, wir nageln sie fest. So werden sie zum Treibstoff für Emotionen. Schau deinem Geist zu, was er macht, dann erkennst du das Prinzip.

Ich sehe die tibetischen Nonnen förmlich vor mir, wie sie sich in die Stille begeben und auch in mir wird es still.

Viel stille Freude mit dieser Übung!


Ver�ffentlicht am 08.04.2011 18:16 von Birgit Marita Jost  | ï¿½ Mr. Wong | ï¿½ yigg |  del.icio.us